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„[...] weil ich glaube, dass so etwas immer wieder passieren kann.“
„[...] maybe we should have to be very careful of germans now.”¹

Zum 30. Jahrestags des rassistischen Brandanschlags auf die Geflüchtetenunterkunft in Bremen-Schwachhausen am 3.10.1991 – Erinnerungen, Kontinuitäten, Gegenwart rechter Gewalt

Podiumsgespräch am 4.10.2021 / 19 Uhr im Onlinestream auf kukoon.de
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Die 1990er Jahre beginnen in Deutschland mit einem beängstigenden Anstieg rechter Gewalt. Solingen, Mölln, Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen und viele weitere sind bekannte Orte aus dieser Zeit, sind Chiffren geworden für rechte und rassistische Morde oder gewalttätige Mobs.
Auch in Bremen gab es zu dieser Zeit eine faschistische Tatgemeinschaft, die symbolträchtig zum ersten Jahrestag der deutschen Vereinigung am 3.10.1991 zwei Brandsätze in eine Unterkunft für Geflüchtete in Schwachhausen warf. Die unmittelbare Betroffenheit war kurz ganz groß, die Täter bald gestellt und mehr oder weniger verurteilt und dann wurde vergessen: die Tat, die Betroffenen, die Bedeutung.
Und auch im Land Bremen war rechte, rassistische, antisemitische, frauen*- und queerfeindliche Gewalt damit nicht Geschichte. Bis heute und zuletzt wieder verstärkt kommt es zu solcherart motivierten Angriffen: Brandanschläge auf Wohnhäuser, Restaurants und ein Jugendzentrum, eingeworfene Scheiben und Drohbriefe in und an Parteibüros, ein Buttersäureanschlag auf ein queeres Zentrum, das alles in Bremen und umzu. Und bis heute finden sich in polizeilichen und juristischen Ermittlungen und in medialen Darstellungen immer wieder auch Verharmlosungen bis hin zur Täter-Opfer-Umkehr.

Wir wollen mit Menschen ins Gespräch kommen, die eigene Erfahrungen mit rechter Gewalt gemacht haben und gegen rechte Ideologie und Gewalt aktiv geworden sind.
Was war in Bremen und umzu los in den letzten 30 Jahren, wie sieht es heute aus? Hat sich im Umgang mit Gefahrenlagen und konkreten Taten etwas verändert?

Es sprechen:
Ali Tutar – Aktivist in der Gruppe Queeraspora
Ibrahim Arslan – Opfer und Überlebender des rassistischen Brandanschlags in Mölln 1992, Bildungsaktivist
Orhan – Angehöriger eines Todesopfers rechter Gewalt und Aktivist
Ralf Beduhn – AK Courage gegen Rechts im Landesverband GEW Niedersachsen

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBT), soliport – Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt solidarisch beraten und unterstützen, Demokratiezentrum im Land Bremen und Partnerschaft für Demokratie in Bremen

¹ Stimmen von Betroffenen des Brandanschlags 3./4.10. 1991 auf die Geflüchtetenunterkunft in der Schwachhauser Heerstraße 110

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Folge #17 Vor Ort – gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt. Die Podcastserie von NSU Watch und VBRG

Vor Ort mit Kim und Sam von der Konzertgruppe des Jugendzentrums Die Friese in Bremen, Rechtsanwältin Lea Voigt aus Bremen und Mitglied im Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. und Sarah von der Opferberatungsstelle soliport. 16.05.2021

Link: https://verband-brg.de/folge-17-vor-ort-gegen-rassismus-antisemitismus-und-rechte-gewalt-die-podcastserie-von-nsu-watch-und-vbrg/

Besucher*innen von linken und alternativen Zentren werden regelmäßig zu Zielen von Neonaziangriffen und rechter Gewalt – das zeigt sich auch in der Jahresbilanz der Opferberatungsstellen für 2020. Im Podcast #17 berichten Kim und Sam von der Konzertgruppe des Jugendzentrums Die Friese im Bremer Stadtteil am Steintor, Rechtsanwältin Lea Voigt und Sarah von der Opferberatungsstelle soliport in Bremen über einen schweren Brandanschlag während eines Konzerts im Jugendzentrum Die Friese im Februar 2020 und die Auswirkungen der seitdem verschleppten Strafverfolgung. Schwerpunkt sind auch das Verhalten der Feuerwehr in Bremen, die kurz nach dem Brandanschlag auf Die Friese durch das Bekanntwerden von rassistischen und rechts Chats bundesweit für Schlagzeilen sorgte sowie die Verharmlosung von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt durch Polizei und politisch Verantwortliche in Bremen und Bremerhaven. Sarah, die als Beraterin von soliport, der Opferberatung beim Lidice Haus in Bremen arbeitet, berichtet von den Erfahrungen bei der Unterstützung von Betroffenen in einer Region, die nicht zuletzt durch eine Serie von unaufgeklärten rechten Brandanschlägen und rassistischer Gewalt aufgefallen ist.

Im Mittelpunkt der Podcastserie „Vor Ort“ stehen Analysen, Beispiele und Hintergründe dazu, wie Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt den Alltag vieler Menschen beeinträchtigen und beeinflussen. Und natürlich die Frage der Solidarität.

Links und Literaturtipps aus dem Podcast und noch viel mehr hörenswertes gibt es unter: https://verband-brg.de/

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Workshop - Diskriminierung und Resilienz
Wann: 05. Juni 2021 // 10-16 Uhr

Ob in der Schule, im Bus, im Job oder in der Familie: überall sind Menschen mit Diskriminierung konfrontiert.
Das Diskriminierung krank macht ist den Betroffenen schon lange klar, in Deutschland ist das leider noch kaum Thema. Dabei spielen nicht nur Faktoren wie Armut, schlechtere medizinische Versorgung sowie Diskriminierung bei Ärzt*innen eine Rolle, sondern auch die Erfahrung des “diskriminiert werden”.
Das kann dafür sorgen dass wir uns handlungsunfähig, ausgelaugt, einsam, hilflos, wütend, traurig und/oder tief verletzt fühlen.
Wie wir trotz unserer zusätzlichen psychischen Belastung aktivistisch bleiben können, finden wir gemeinsam heraus. Dafür schauen wir uns theoretische Grundlagen ans, tauschen unsere Strategien aus, besprechen gemeinsam Situationen und eröffnen neue Handlungsräume.

Der Workshop richtet sich an Menschen mit Rassismus und/oder Antisemitismuserfahrung und ist für die Teilnehmenden kostenlos. Der Workshop findet in deutscher Lautsprache statt, ggf. kann eine Übersetzung stattfinden.

Falls du dir nicht sicher bist wie oder ob du teilnehmen kannst, schreibe gern eine Mail an: workshop@kukoon.de.

Geleitet wird der Workshop durch Pajam Masoumi. Pajam lebt und arbeitet in Hamburg als Resilienzcoach, Referentin in der politischen Bildungsarbeit und Empowermenttrainerin.
Pajam ist u.a. Teil des selbstorganisierten queeren, (post)migrantschem Bildungskollektiv “erklärmirmal…” auf Instagram sowie dem Diaspora Salon Hamburg.

Barrierearm: Der Veranstaltungsort ist barrierearm. Es gibt einen Fahrstuhl, eine Toilette für Menschen die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.
Wann: 05. Juni 2021 // 10-16 Uhr
Wo: Lidicehaus, Bremen

Anmeldung über: workshop@kukoon.de
Eine Veranstaltung des Kulturzentrums Kukoon (Verein für Bunte Kombinationen) in Kooperation mit soliport - Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt solidarisch beraten und unterstützen, der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen und der DGB- Jugend Region Bremen-Elbe-Weser.
Der Workshop ist Teil der Veranstaltungsreihe - Diskriminierungen Belastungen Selbstermächtigungen -

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Gewalt in der Öffentlichkeit
Rassistische Übergriffe – wie wir als Unbeteiligte reagieren können

Ein Beitrag bei Deutschlandfunk Nova vom 28. April 2021

Ein junger Syrer wird in Erfurt in einer Straßenbahn von einem Mann rassistisch beleidigt und brutal angegriffen - die anderen Fahrgäste filmen den Vorfall, aber niemand greift ein. Was wir tun können, ....

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/rassistische-gewalt-wie-wir-als-unbeteiligte-reagieren-koennen

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Pressemitteilung VBRG 16.04.2021

Die tödliche Dimension von Rechtsterrorismus, Antisemitismus, Rassismus und rechter Gewalt wird noch immer unterschätzt
Neun Menschen wurden beim rechtsterroristisch und rassistisch motivierten Attentat in Hanau am 19. Februar 2020 ermordet. Doch trotz aller Erklärungen von Strafverfolgungsbehörden, Justiz und Innenpolitik wird die tödliche Dimension rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt noch immer nicht ausreichend erfasst.

Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungsnarrative haben in 2020 während der Coronapandemie zu einer für viele Menschen extrem bedrohlichen Zunahme von politisch rechts motivierten Gewalttaten geführt. ...

https://verband-brg.de/immer-noch-unterschaetzt-die-toedliche-dimension-von-rechtsterrorismus-rassismus-antisemitismus-im-jahr-2020/

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Wahr(nehmen)

Zwischen Fakt und Fake
Herausforderungen & Antworten der außerschulischen (politischen) Jugendbildung

Online Fachtagung am SaferInternetDay
09.02.21 um 9:30 bis 12:00 Uhr

Dieses Jahr unter dem Motto „Wem glaube ich?

Link ==> fobi.jugendinfo.de

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Coronavirus COVID-19: persönliche Beratung nach Absprache

Aufgrund der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus COVID-19 finden Beratungen vorrangig telefonisch, über Video und per Mail statt. Nach vorheriger Absprache gibt es wieder die Möglichkeit einer Präsenzberatung in unserem Beratungsraum. Für Beratungsanfragen können Sie uns weiterhin unter 0421 17831212 oder via Email info@soliport.de kontaktieren.

Eine anonyme Beratung ist derzeit leider nicht möglich. Damit soziale Kontakte und potentielle Infektionsketten nachverfolgt werden können, müssen wir Beratungslisten führen. Darin werden Ihr Name sowie Ihre Kontaktdaten (Telefonnummer) notiert. Die Liste wird mindestens drei Wochen lang nach einem Beratungstermin sicher aufbewahrt und muss der zuständigen Behörde auf Verlangen vorgelegt werden. Wir dürfen die Beratung nur mit dieser Dokumentation durchführen.

In unserem Beratungsraum können sich drei Personen mit ausreichend Abstand aufhalten. Wenn Sie weitere Begleitpersonen mitbringen möchten, versuchen wir, einen größeren Raum zu organisieren. Das kann leider etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Bitte bringen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung mit.

Im Beratungsraum kann ein Sitzabstand von 1,5 Metern eingehalten sowie frische Luft hereingelassen werden.

Es gibt die Möglichkeit zur Händedesinfektion.
Über weitere Maßnahmen zum Infektionsschutz informieren wir Sie genauer im Vorfeld der Beratung.

Bei Fragen und Unklarheiten können Sie uns telefonisch unter 0421 17831212 erreichen. Wir rufen auch gerne zurück.

Wir bitten um Verständnis. Alles Gute.

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Elternzeitvertretung für das landesweite Beratungs- und Unterstützungsangebot soliport gesucht - 22.07.2020

Die Jugendbildungsstätte LidiceHaus sucht für das landesweite Beratungs- und Unterstützungsangebot "soliport - Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt solidarisch beraten und unterstützen" ab dem 1.11.2020 als Elternzeitvertretung zunächst befristet bis zum 31.10.2021 ein_e Bildungsreferent_in für die Beratungstätigkeit mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 32 Stunden.

Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung unter
(0421) 69 272 17 oder (0421) 17 83 12 12.

Bitte schicken Sie uns Ihre vollständigen Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, ggf. Arbeitszeugnisse) bis zum 10. August 2020 per Mail als eine PDF-Datei an Anne Dwertmann (Geschäftsführerin des LidiceHauses) oder an das soliport-Projektteam.

Die Bewerbungsgespräche sind für den 26. und 27. August 2020 geplant.

Hier die Stellenausschreibung auf der LidiceHaus Webseite und als eine PDF-Datei.

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Das Empowerment-Angebot "Power für Schwarze und Afro-Deutsche Jungen" geht am Sonntag den 09. August 2020 in die dreiundzwanzigste Runde!

Kurz zusammengefasst
Was? Sport, Tanz, Musik
Wann? 09.08.2020 von 14-17 Uhr
Wer? Schwarze und Afro-Deutsche Jungen im Alter von 6-13 Jahren
Wo? LidiceHaus, Weg zum Krähenberg 33a, 28201 Bremen (ca. 10 min vom Café Sand)
Wie teuer? Kostenlos!

Hier die Verknüpfung für mehr Information.

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Pressemitteilung des VBRG e.V. vom 04.11.2019
Acht Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU kann es keinen Schlussstrich geben: Die Forderung nach umfassender Aufklärung ist bis heute nicht erfüllt.

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Das Netzwerk gegen Diskriminierung lädt ein:

Fachtag zur Vernetzung und Stärkung von Antidiskriminierungsarbeit im engeren und weiteren Sinne

Zeit: 22.10.2019 von 9.00 bis 17.00 Uhr
Ort: DGB-Haus Bremen, Bahnhofsvorplatz 22 – 28

Hinweis: Die Veranstaltung ist kostenlos und als Bildungsurlaub im Land Bremen anerkannt.

Um Anmeldung per Email, Post oder Fax wird gebeten - bitte Name, Adresse, ggf. Geburtsdatum, E-Mail-Kontakt und Veranstaltungsnummer (HS 900.048) angeben.

E-Mail: s.mebrahtu@aulbremen.de
Post: ADA, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen
Fax: (0421) 960 89 20

Hier die Verknüpfung für mehr Information.

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Chronik-Projekt: keine-randnotiz.de geht online am 31.07.2019

Die Online-Veröffentlichung unseres Chronik-Projekt keine-randnotiz.de fand am 31.07.2019 statt.

Keine-randnotiz.de ist ein unabhängiges Dokumentations- und Webprojekt der Betroffenenberatungsstelle soliport und der Mobilen Beratung pro aktiv gegen rechts.

Unser Anspruch ist es, rechte Gewalt und Aktivitäten in Bremen, Bremerhaven und Umgebung möglichst aktuell und umfassend zu recherchieren, zu dokumentieren und geografisch zu verorten.

Ziel ist es, rechte Gewalt im Land Bremen sichtbar zu machen und aus ihrer randständigen Position in der öffentlichen Wahrnehmung zu holen.

Hinschauen statt Wegschauen – rechte Gewalt geht uns alle an!

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Neue Adresse

Am 01.11.18 sind wir in unsere neuen Büroräume eingezogen. Wir sind jetzt zu finden

Am Deich 60
28199 Bremen

Herzlich Willkommen.

0421.17831212 Montag bis Freitag

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